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Die Besenheide – Blume des Jahres 2019

Die Besenheide (Calluna vulgaris)

wurde am 08. Oktober 2018 durch die Loki Schmidt Stiftung zur Blume des Jahres 2019 gekürt. Sie möchte damit für den Schutz der Artenvielfalt in ihren Lebensräumen werben. Mit der Benennung der Besenheide zur Blume des Jahres 2019, setzt die Loki Schmidt Stiftung ein Zeichen für den Teil unseres gemeinsamen europäischen Kulturerbes, den einst die Heidebauern mit Hilfe des Feuers geformt haben.

Gleichzeitig will die Stiftung für den Schutz der Besenheide an ihren anderen Wuchsorten werben: An Waldrändern, in Sandgruben und Dünen, in Hochmooren, auf älteren Brachen und selbst an Straßenrändern kommt die Blume des Jahres 2019 vor.

Äußere Merkmale

Die Besenheide ist bei uns in den zentralen Heideregionen die typischste Pflanze. Sie prägt mit ihrer violetten (auch manchmal weißen) Blüte maßgeblich den sommerlichen Augenschmaus der alljährlichen Heideblüte.

Sie ist ein immergrüner, verholzender Zwergstrauch. Viele kennen die Besenheide, die im Übrigen bis zu 40 Jahre alt werden kann, als einen knöchelhohen Strauch. Bei ungestörter Entwicklung kann die Pflanze aber tatsächlich bis zu 100 cm hoch wachsen. Calluna vulgaris blüht dann in der Regel von August bis Ende September. Sie wird ab ihrem vierten Lebensjahr blühreif.

Die nickenden, zwittrigen und vierzähligen Blüten stehen dann in einem dichten, traubigen Blütenstand zusammen. Die jeweils vier Kron- und Kelchblätter sind gleich gefärbt; letztere sind doppelt so lang wie die eher unscheinbare Krone. Neben acht Staubblättern, sind Staubbeutel mit jeweils zwei hornartigen Anhängseln vorhanden.

Die nachfolgenden Bilder sind in der Ohligser Heide entstanden.

Und wie Loki Schmidt schon über die Heide sagte: „Es hat ewig lange gedauert, in einige Köpfe hineinzukriegen, dass eine Heide eine Kulturlandschaft ist und keine ursprüngliche Natur“. Heideflächen gehören zu den pflegeabhängigen Kulturlandschaften. Das bedeutet die Sukzession (Verbuschung) wird durch regelmäßige, intensive Pflegemaßnahmen verhindert. Was damals Bauern durch kontrolliertes Abbrennen und Abplaggen der Heide geschafft haben, wird heute z.B. durch eine angepasste Beweidung erreicht. Außerhalb der Schutzgebiete sind große Vorkommen der Besenheide eine Seltenheit und werden voraussichtlich noch weiter zurückgehen.

(Quelle: Deutschlandflora)

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